Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Im Dialog mit der Kunst". Mit der spirituellen Bild-Sprache von Mark Rothko beschäftigt sich Gustav Schörghofer, Jesuit und Künstlerseelsorger. An moderne Fastentücher erinnern die späten Gemälde des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko, der am 25. Februar 1970 gestorben ist: große Farbflächen, reduziert und doch reichhaltig; flächige Bilder, oft mit Rottönen, die die Betrachtenden zum meditativen Dialog mit dem Kunstwerk einladen. "Es ging ihm um die großen Fragen der Menschheit", sagte sein Sohn Christopher Rothko: "Warum sind wir hier? Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es einen Gott?" Der Theologe und Kunsthistoriker Gustav Schörghofer nimmt den 50. Todestag von Mark Rothko - und die Schwelle vom Fasching zur Fastenzeit - für seine spirituelle Bild-Sprache wahr.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

mit Chris Tina Tengel. Leise plus genau: das neue "laut plus schnell"? - Wenn Radiomoderatoren komponieren - Immer noch Durchhaltenummern für die "Zarah" Ein guter Titel: "Dämone der Gemütlichkeit", Hilde Spiels damals tagesaktuelle Texte, gesammelt. Vieles, was "die" Spiel aus Wien und von der Wiener "Gesellschaft" berichtet, ist nun historisch. Es bleibt das Anekdotische, es bleiben die subtilen Boshaftigkeiten. André Heller: "mit gebrochener Schlafzimmerstimme, Lustanreiz verströmend". Aber Hilde Spiel geht auch ins Raimundtheater und beobachtet beim Comeback als "Madame Scandaleuse" Zarah Leander ... und die "feinsinnigen jungen Herren" in den Logen.

08.55 Uhr
Heimspiel

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

"Der Tod des Soumayla Sacko". Erntearbeiter, Gewerkschafter, Afrikaner in Kalabrien. In Mali war Soumayla Sacko Landwirt. Er verließ seine Heimat 2015, weil der Klimawandel seine Lebensgrundlage zunichte machte. Nach einer Reise durch die Wüste und über das Mittelmeer gelangt er nach Kalabrien, wo er drei Jahre lang in der "Baraccopoli" von Rosarno lebt, einem Slum, der während der Erntezeit der Zitrusfrüchte bis zu 4.000 Menschen beherbergt - vorwiegend schwarzafrikanische Männer. Für zwei bis drei Euro Stundenlohn pflückt Sacko in den umliegenden Hainen Orangen und Mandarinen. Am 2. Juni 2018 geht Soumayla Sacko mit seinen Freunden, Drame Madiheri und Fofona Madoufane, in eine nahegelegene, stillgelegte Fabrik. Sie wollen dort ein paar alte Wellbleche abmontieren, um in der Baraccopoli eine neue Baracke zu bauen. Was die drei jungen Männer aus Mali bei ihrem Aufbruch nicht wissen, ist, dass die Fabrik "La Fornace" 2008 konfisziert wurde, weil dort 135.000 Tonnen Giftmüll illegal entsorgt wurden. Und dass jene, die dafür verantwortlich waren, es nicht gerne sehen, wenn jemand das Gelände betritt. Nachdem sie etwa eine Stunde gearbeitet haben, fährt ein Mann in einem weißen Fiat Panda vor und schießt aus einem Jagdgewehr auf sie. Er tötet Soumayla Sacko durch einen Kopfschuss. Soumayla war nicht nur Erntearbeiter. Er war auch ein sehr aktives und geschätztes Mitglied der Gewerkschaft USB, "Unione sindacale di base", die sich für die Rechte der Saisonarbeiter in Italien einsetzt. Das Feature begleitet seine Kollegen bei ihrem Versuch, Wahrheit und Gerechtigkeit für ihn zu erwirken. Gestaltung: Franziska Dorau Ton: Anna Kuncio Sounddesign: Stefan Weber Redaktion: Elisabeth Stratka

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem RadioCafe in Wien. Gast: Lina Tur Bonet. Präsentation: Helmut Jasbar. Mit Lina Tur Bonet ist heute eine außergewöhnlich vielseitige Musikerin zu Gast bei Helmut Jasbar. Ob als Primgeigerin in Barockensembles, als Kammermusikerin oder als Solistin, setzt sich die Künstlerin in besonderem Maße für unbekannte oder bisher unveröffentlichte, wiederaufgefundene Werke ein, nimmt sie auf in ihr Repertoire, spielt sie in Konzerten und für CD-Aufnahmen und begeistert damit sowohl Musikerkolleg/innen als auch die Zuhörerschaft. Den ersten Zugang zur Violine vermittelte ihr Vater Antonio Tur, dann folgte das Violinstudium an den Musikhochschulen Freiburg und Wien, das sie höchst erfolgreich abschloss. Der Besuch von Meisterkursen prominenter Musiker/innen folgte und die junge Künstlerin konnte sehr bald internationale Preise und Stipendien erzielen. Ihr umfangreiches Repertoire beinhaltet Werke aus vier Jahrhunderten und wird von ihr meist auf Originalinstrumenten der einzelnen Epochen gespielt. Lina Tur Bonet ist eine unermüdliche Forscherin und begeisterte Pädagogin, sie lehrte bereits an den Universitäten Mainz und Augsburg, hatte von 2005 bis 2016 den Lehrstuhl für Violine am Konservatorium für Musik in Zaragoza über und unterrichtete danach am Konservatorium in Madrid. Mehrere Komponisten haben Werke für Solo-Violine für Lina Tur Bonet geschrieben, die sie aus der Taufe gehoben hat, genauso wie Erstaufnahmen bisher unbekannter, unveröffentlichter Werke bekannter Komponisten, so z.B. von Antonio Vivaldi. Als Solistin konzertiert sie auf den wichtigsten Konzertpodien in aller Welt und musiziert mit vielen bekannten Kammerorchestern, sowohl als Konzertmeisterin als auch als Dirigentin und tritt ebenso im Bereich Video Performance auf. Ihre zahlreichen CD-Aufnahmen werden regelmäßig von der Fachpresse gelobt und für Preise nominiert, zudem gründete Lina Tur Bonet die MUSIca ALcheMIca-Gruppe, ein Ensemble, das Musik aller Epochen spielt, preisgekrönte Aufnahmen herausbringt und auch multidisziplinäre Projekte in Angriff nimmt. Einem kurzweiligen Ö1 Kulturvormittag mit Gestalter Helmut Jasbar und der innovativen Geigerin Lina Tur Bonet, die sich auch live musizierend dem Publikum im RadioCafe und auf Ö1 vorstellt, steht somit nichts im Weg! Präsentaiton: Helmut Jasbar

11.35 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

Das Hörspiel des Jahres Bei der Ö1 Hörspiel-Gala wurden die Macher/innen geehrt, heute ist es hier nachzuhören: jenes Hörspiel, das von Ö1 Hörer/innen zum "Hörspiel des Jahres" gekürt wurde. Präsentiert von Kurt Reissnegger.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

mit Gerhard Krammer Musik, die es wegen des 29. Februar gibt Franz Liszt: Réminiscences des Huguenots. Grande fantaisie dramatique sur des thèmes de l'opéra "Les Huguenots" (Martijn Van den Hoek/Klavier) Gioacchino Rossini: Ouvertüre zur Oper "La Gazza Ladra"(Alexander Swete/Gitarre) Daniel Auber: Bolero aus der Oper "La Muette de Portici" (Orquesta Sinfonica de Mineria) Mit der päpstlichen Bulle vom 24. Februar 1582 ordnete Papst Gregor XIII die Schalttage an. Seither sind alle ganzzahligen durch vier teilbaren Jahreszahlen Schaltjahre. Ausgenommen sind Jahrhunderte, welche nicht durch 400 teilbar sind. Somit gibt es - mehr oder weniger - alle vier Jahre einen "geschenkten" Tag. Und natürlich werden an solchen Tagen auch Menschen geboren. Das wohl berühmteste Geburtstagskind der Musikwelt an einem 29. Februar ist der Komponist Gioachino Rossini (1792). Und dann gibt es noch einige weitere bemerkenswerte musikalische Ereignisse, die auf einen Schalttag gefallen sind: So wurde etwa am 29. Februar 1828 die Oper "La muette de Portici" von Daniel-François-Esprit Auber (Libretto: Eugène Scribe) an der Grand Opéra Paris erfolgreich uraufgeführt. Acht Jahre später vom gleichen Librettisten am selben Ort und wieder an einem 29. Februar "Les Huguenots" von Giacomo Meyerbeer. Apropos Klassik widmet sich an diesem "geschenkten" Tag jener Musik, die es ohne diesen 29. Februar vielleicht nicht geben würde. Und man ist erstaunt, dass es doch einige bemerkenswerte Werke sind, die uns bis heute noch vertraut sind.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

Die Ware Mensch - Diagonal zum Thema: Sklaverei Anschließend Diagonals Feiner Musiksalon: Léve Léve - "Sao Tomé Principe Sounds 70s-80s" "Reflexartig oder intuitiv setzen wir `historische Sklavenerzählungen´ mit autobiografischen Berichten afroamerikanischer Sklaven gleich." So beginnt der jüngst im Böhlau Verlag erschienene Band "Verschleppt, verkauft, versklavt - deutschsprachige Sklavenberichte aus Nordafrika (1550 -1800)." Der vom Innsbrucker Amerikanisten und Historiker Mario Klarer herausgegebene Band erzählt eben eine vielschichtigere Geschichte. Hunderttausende Europäer wurden in dieser Zeit von nordafrikanischen Piraten als Sklaven gefangen genommen und verkauft - die meisten Opfer waren Männer. Sklavenarbeit. Bereits in der Antike, und auch später, im Mittelalter, gab es sie im Mittelmeer-Raum auf Baumwollplantagen. Seit November 2019 beleuchtet ein EU-gefördertes Forschungsnetzwerk von über 200 internationalen Wissenschaftlern nun auch die Sklaverei aus globalhistorischer Perspektive. "Am Ende des Mittelalters kehrte die Sklaverei zurück nach Europa", sagt dessen Vorsitzende, die Arbeitshistorikerin Juliane Schiel von der Universität Wien. Im Italien des 14. und 15. Jahrhunderts betrieben die aufstrebenden Seemächte Venedig, Pisa und Genua überregionalen Handel in neuen Dimensionen. Für die Sklavereiforschung stellte sich immer wieder eine gewichtige Frage: wie man Sklaverei definiert und abgrenzt, etwa von Zwangsarbeit. Wie immer man Sklaverei definiert - eine Statistik der Gegenwart stimmt nachdenklich: Laut dem "Global Slavery Index" der australischen Stiftung "Walk Free" leben weltweit mindestens 45 Millionen Menschen in "moderner" Sklaverei. Mehr als ein Drittel davon in Indien, dann folgen China, Pakistan, Bangladesch, Usbekistan und Nordkorea. Präsentation: Peter Waldenberger

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Logos - Glauben und Zweifeln

"Eine urchristliche Tugend und ihr heutiges, gesellschaftliches Revival". Von Eremit/innen bis zu Schweige-Seminaren - zum Beginn der christlichen Fastenzeit. "Die wahre Wüste ist heute der Offline-Zustand": Für die Religionssoziologin Isabelle Jonveaux ist die Askese das Sühneritual der Konsumgesellschaft. "Nicht mehr kirchliche Autoritäten erlegen dem Individuum Askesepflichten auf - das tut der Mensch von heute freiwillig", schreibt sie. Es wird immer öfter und immer strenger auf Genussmittel oder gar Nahrung verzichtet. Ist die Askese so im säkularen, gesellschaftlichen Bereich angekommen? Der Begriff und das Konzept der Askese stammen aus der griechischen Philosophie und stehen für das Üben von Selbstschulung und Selbstkontrolle, das Disziplinieren von Körper und Geist. Im Christentum ist die Askese von Beginn an Teil der Lehre und Überlieferung. Im in den ersten Jahrhunderten entstehenden Mönchstum und - noch radikaler - im Eremitentum spielte und spielt sie eine bedeutende Rolle. Im sogenannten Neuen Testament wird der umfassende Verzicht oft zum Thema gemacht, so beispielsweise in den Erzählungen über den Asketen Johannes den Täufer. In den Evangelien nach Lukas und Matthäus wird überliefert, dass Jesus von Nazareth selbst 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste gefastet und den Versuchungen des Teufels widerstanden haben soll - Grundlage für die Fastenzeit vor Ostern. Auch der Apostel Paulus hat in seinen Briefen asketische Gedanken verbreitet. In den folgenden Jahrhunderten haben sich zum Teil skurrile Spezialformen der Askese entwickelt, Menschen lebten als Zeichen der Weltentsagung etwa in der Wüste oder auch auf Säulen. Von den sogenannten Säulenheiligen und den Eremit/innen von damals bis hin zu den Fasten-Kuren und Schweige-Seminaren von heute führt diese Ausgabe der Reihe "Logos - Glauben und Zweifeln", zum Beginn der christlichen Fastenzeit. Gestaltung: Kerstin Tretina

19.30 Uhr
Händels "Agrippina" aus der Met

Mit Brenda Rae (Poppea), JoyceDiDonato (Agrippina), Kate Lindsey (Nerone), Iestyn Davies (Ottone), Andrey Nemzer (Narciso), Duncan Rock (Pallante), Matthew Rose (Claudio), u.a. Metropolitan Opera Chorus, Metropolitan Opera Orchestra; Dirigent: Harry Bicket (zeitversetzte Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York)

23.10 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

5 Millionen Pesos: Gregor Aufmesser im Studio und mit "Aufmessers Schneide" im ORF RadioKulturhaus Gregor Aufmesser einen Kontrabassisten zu nennen, ist eine glatte Untertreibung. Denn der gebürtige Badener (Jahrgang 1988) kann neben Instrumentalstudien (klassisch und Jazz) an der Musikuniversität Wien auch auf eine Vergangenheit in der Salzburger Alternative-Rock-Szene und auf einen Abschluss als Jurist verweisen. Seine kompositorischen Ideen entzünden sich indessen gerne an Phänomenen der Physik, wie das Ende 2018 veröffentliche CD-Debüt "Orbs" des Septetts "Aufmessers Schneide" demonstriert: "Particle Oscillation" oder "The Zeroth Law" nennen sich zwei der von sympathisch eigenwilliger tonsetzerischer Phantasie kündenden Piecen. Xavier Plus bittet Gregor Aufmesser zum Gespräch und präsentiert das Konzert von "Aufmessers Schneide" vom 15. Jänner 2020, aufgenommen im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses in der Reihe "5 Mio. Pesos". Gestaltung: Xavier Plus

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) 5 Millionen Pesos: Gregor Aufmesser im Studio und mit "Aufmessers Schneide" im Wiener RadioKulturhaus; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Gregor Aufmesser einen Kontrabassisten zu nennen, ist eine glatte Untertreibung. Denn der gebürtige Badener (Jahrgang 1988) kann neben Instrumentalstudien (klassisch und Jazz) an der Musikuniversität Wien auch auf eine Vergangenheit in der Salzburger Alternative-Rock-Szene und auf einen Abschluss als Jurist verweisen. Seine kompositorischen Ideen entzünden sich indessen gerne an Phänomenen der Physik, wie das Ende 2018 veröffentliche CD-Debüt "Orbs" des Septetts "Aufmessers Schneide" demonstriert: "Particle Oscillation" oder "The Zeroth Law" nennen sich zwei der von sympathisch eigenwilliger tonsetzerischer Phantasie kündenden Piecen. Xavier Plus bittet Gregor Aufmesser zum Gespräch und präsentiert das Konzert von "Aufmessers Schneide" vom 15. Jänner 2020, aufgenommen im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses in der Reihe "5 Mio. Pesos". Gestaltung: Xavier Plus